Setze dich aufrecht, Krone zur Decke, Kiefer weich. Stell dir vor, jemand zieht dich sanft am Hinterkopf nach oben. Nimm dann ein winziges Kinn-Nicken, als würdest du „Ja“ flüstern, ohne das Kinn vorzuschieben. Halte den Hals lang, atme dreimal ruhig aus, löse, wiederhole fünfmal. Ziel ist Gleitfähigkeit der oberen Kopfgelenke und weniger Zug im Nacken. Spüre, wie der Blick ruhiger wird und Schultern sinken.
Atme ein, lasse die Schultern sanft nach oben schweben; atme aus, ziehe sie in weiter Kreisbewegung nach hinten und unten. Spüre dabei das Gleiten der Schulterblätter über den Rippen. Vermeide Hochziehen mit Spannung im Nacken, führe die Bewegung groß, aber schmerzfrei. Drei Runden mit je fünf Kreisen reichen. Kopple jede Ausatmung mit bewusster Weite im Brustkorb. Nach kurzer Zeit fühlt sich der Oberkörper freier und wacher an.
Setze dich vorn auf die Kante, Füße fest am Boden. Kippe das Becken mit der Einatmung minimal nach vorn, verlängere sanft die Lendenwirbelsäule; mit der Ausatmung kippe nach hinten und lasse den unteren Rücken rund werden. Keine großen Ausschläge, nur gleitende Wellen. Acht bis zehn Wiederholungen regulieren Tonus in Hüftbeugern und Rückenstreckern. Spüre, wie Sitzzonen gleichmäßiger tragen und der Druck im unteren Rücken nachlässt.
Halte ein Handtuch schulterbreit vor dir, Ellbogen leicht gebeugt. Ziehe das Tuch sanft auseinander, als würdest du es lang machen, während die Schulterblätter nach hinten-unten gleiten. Atme ruhig, halte fünf Sekunden, löse langsam. Fünf bis acht Wiederholungen reichen. Spüre, wie der Nacken entlastet und die Brust geöffnet wird. Qualität vor Kraft: minimaler Zug, klare Ausrichtung, kein Hochziehen der Schultern. So trainierst du Haltungsmuskeln ohne Überlastung.
Lege die Fingerspitzen an die Stirn, erzeuge einen sanften Druck, während der Kopf dagegenhält, ohne zu bewegen. Drei Atemzüge halten, lösen. Wiederhole seitlich rechts und links, jeweils mit sanftem Gegendruck. Achte auf lange Halsrückseite und weichen Kiefer. Die subtile Aktivierung stabilisiert tiefe Nackenbeuger und reduziert Überarbeit der oberflächlichen Strecker. Wenige Sekunden genügen, um spürbare Unterstützung für aufrechte, entspannte Kopfhaltung am Schreibtisch aufzubauen.
Setze dich aufrecht, Hände liegen an den Außenseiten der Knie. Atme ein, wachse; atme aus und presse Hände und Knie sanft gegeneinander, ohne sichtbare Bewegung. Halte vier bis sechs Sekunden, atme dabei ruhig, löse langsam. Drei bis fünf Wiederholungen. Spüre, wie die Bauchwand nach innen aufspannt und der unteren Rücken länger wird. Diese subtile Ko-Kontraktion stützt die Wirbelsäule und fördert stabilen, entspannten Sitz im Alltag.
Setze dich aufrecht, greife mit der rechten Hand die Sitzkante, um die Schulter zu verankern. Drehe den Kopf leicht nach links, neige ihn dann diagonal nach vorn links, als würdest du die Achselhöhle anschauen. Linke Hand ruht sanft am Hinterkopf, ohne zu ziehen. Drei ruhige Ausatmungen, dann lösen. Seite wechseln. Spüre, wie die Nackenbasis weicher wird und der Schulterschmerz nachlässt. Bleibe geduldig und kleinschrittig, Qualität vor Tiefe.
Lasse die rechte Schulter sinken, als würde sie in die Hosentasche schwer werden. Neige den Kopf sanft nach links, Kiefer locker, Zunge weich am Gaumen. Atme dreimal ruhig aus, ergänze bei Bedarf kleine Mikrobewegungen, um die angenehmste Linie zu finden. Keine Gewalt, nur Neugier. Danach Seite wechseln. Diese feine Dehnung reduziert Zug an der Halsseite, verbessert Durchblutung und schenkt dem Kopf spürbar mehr Leichtigkeit beim Blick auf Bildschirm oder Notizen.
Strecke den rechten Arm vor, Handfläche nach oben. Greife mit der linken Hand die Finger und ziehe sie sanft Richtung Boden, Ellbogen bleibt lang, Schultern tief. Zwei ruhige Atemzüge halten, dann Handfläche nach unten drehen und wieder sanft dehnen. Seite wechseln. Die Übung entlastet Beuge- und Streckfaszien, reduziert Tipp- und Maushand-Spannung und beeinflusst über myofasziale Ketten sogar Nackenkomfort. Kurz, effektiv und ideal zwischen E-Mails.
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